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Führung: Werden Kritikgespräche überschätzt?

Eigentlich wollte ich auf Kritikgespräche nicht eingehen, aber die vielen positiven und neugierigen Reaktionen auf meinen letzten Post, insbesondere bei Xing und Linkedin, motivierten mich dazu.

Mehr als 100 Mal so viel Menschen besuchen Seminare zu Kritikgesprächen im Vergleich zu Lobgesprächen. Ganz offensichtlich wird die Effizienz dieses Führungsinstrumentes reichlich überschätzt. Aber was ist die Ursache?

Gerade bei Kritikgesprächen warten viele Führungskräfte sehr lange, bis sie den Kontakt mit dem Mitarbeiter suchen. Da bedeutet, dass die Minderleistung oder das Fehlverhalten bereits deutlich unter dem erwarteten Level liegen.

Zusätzlich liegt die Performance, der am meisten kritisierten Mitarbeiter sowieso leicht unter dem Durchschnitt.

Ist das Kritikgespräch gut geführt worden, so wird tatsächlich ein Leistungszuwachs beobachtbar. Das freut die Führungskraft. Lassen Sie uns dieses Mal genauer hinschauen: Wie groß ist er wirklich?


Bei genauem Hinsehen stellt man rasch fest, dass als maximale Performance die vorherige – leicht unterdurchschnittliche - Leistung erreicht wird. Weshalb schreibe ich jetzt, dass der Mitarbeiter „maximal" leicht unterdurchschnittlich arbeiten wird? In vielen Fällen löst das Kritikgespräch Unmut, Stress oder sogar Rachegefühle beim Mitarbeiter hervor. Sicher aber keine begeisterten Motivationsschübe – oder sind Sie jemals nach einer Kritik wirklich hochmotiviert an das Problem herangegangen.

Es wird allmählich deutlich, dass von Kritikgesprächen, auch bei erhöhter Frequenz, keine Leistungsschübe zu erwarten sind. Woher aber diese Überschätzung eines Kritikgespräches, dass diesen Run in die Seminare für Kritikgespräche hervorruft?

Es ist eher der Stress der Führungskräfte vor und während dieser „Unterhaltungen" und die Erleichterung hinterher, wenn der Mitarbeiter wieder seine gewohnte Leistung bringt. Diese subjektive Erleichterung führt zu einer überdimensioniert positiven Einschätzung. Resultat: Es ist das positive, erleichterte Gefühl der Führungskraft und nicht die Leistungssteigerung des Mitarbeiters, das zu einer weitverbreiteten Überschätzung der Kritikgespräche führt.

Falls Sie wissen möchten, wie man das besser machen kann, so empfehle ich Ihnen gerne mein Motivationstraining. Dort werden wir Lob-und Kritikgespräche trainieren, die die Leistung der Mitarbeiter und die soziale Attraktivität der Führungskräfte steigern.

Führung: Mitarbeiter loben? Das ist doch Luxus!

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Guest
Dienstag, 11. Dezember 2018
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